En garde! – Das Hauen und Stechen beginnt!
Humboldt-Uni wurde im Exzellenzwettbewerb zur Einreichung eines Langantrags aufgefordert
Heute haben der Wissenschaftsrat und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Bonner Wissenschaftszentrum bekannt gegeben, welche Hochschulen sich ernsthafte Hoffnungen machen dürfen, von den 1,9 Milliarden Euro des Exzellenzunifonds des Bundes etwas abzubekommen:
Unterdessen wächst die inneruniversitäre Kritik am Exzellenzwettbewerb und den Konzepten der Hochschulleitung. Kleinere Fächer fürchten, zugunsten aufwändiger "Spitzenforschung" geopfert zu werden. Dass es sich dabei nicht um bloße Paranoia oder schlechte Erfahrungen der Vergangenheit handelt, beweißt eine konservativ geschätzte Beispielsrechnung des Personalrats. Obwohl die staatlichen Zuschüsse an die Universitäten in den letzten Jahren stetig zusammengestrichen wurden, steigen die jährlichen Kosten für Gehälter, Pensionen, Energie und Inflationsausgleich weiter (um mind. 10,68 Mio. Euro). "Gewinnt" die HU auch nur ein Cluster, einige Graduiertenschulen und den Dritte-Säule-Wettbewerb, also ca. 24 Mio. Euro, werden sich die Folgekosten allein für die pflichtgemäße Fortsetzungsfinanzierung der Exzellensprojekte auf ca. 9.320.000 Euro belaufen. Damit steigen die Mehrausgaben der Universität um ca. 20 Mio. Euro. Das entspricht dem Finanzaufkommen der Theologischen Fakultät plus dem zweier weiterer kleiner Studiengänge in den Geisteswissenschaften. Welch Wunder also, dass der Präsident erst kürzlich die expertengesicherte Rechtfertigung der gescheiterten Pläne seines Amtvorgängers, Jürgen Mlynek, zur Abwicklung der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät (LGF) in einer Empfehlung des Wissenschaftsrats als "kluge Stellungnahme" zu würdigen wusste. Der erhoffte Geldregen aus der Exzellensinitative ist eben nur ein Kredit, dessen Bürgen bereits heute in die Insovenz geschickt werden.
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Heute haben der Wissenschaftsrat und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Bonner Wissenschaftszentrum bekannt gegeben, welche Hochschulen sich ernsthafte Hoffnungen machen dürfen, von den 1,9 Milliarden Euro des Exzellenzunifonds des Bundes etwas abzubekommen:
- TU München,
- LMU München,
- TH Karlsruhe (alle erste Runde),
- Freie Universität Berlin,
- Humboldt-Universität zu Berlin,
- Universität Göttingen,
- Universität Freiburg,
- Universität Heidelberg,
- Universität Konstanz,
- RWTH Aachen und
- Ruhr-Universität Bochum.
Unterdessen wächst die inneruniversitäre Kritik am Exzellenzwettbewerb und den Konzepten der Hochschulleitung. Kleinere Fächer fürchten, zugunsten aufwändiger "Spitzenforschung" geopfert zu werden. Dass es sich dabei nicht um bloße Paranoia oder schlechte Erfahrungen der Vergangenheit handelt, beweißt eine konservativ geschätzte Beispielsrechnung des Personalrats. Obwohl die staatlichen Zuschüsse an die Universitäten in den letzten Jahren stetig zusammengestrichen wurden, steigen die jährlichen Kosten für Gehälter, Pensionen, Energie und Inflationsausgleich weiter (um mind. 10,68 Mio. Euro). "Gewinnt" die HU auch nur ein Cluster, einige Graduiertenschulen und den Dritte-Säule-Wettbewerb, also ca. 24 Mio. Euro, werden sich die Folgekosten allein für die pflichtgemäße Fortsetzungsfinanzierung der Exzellensprojekte auf ca. 9.320.000 Euro belaufen. Damit steigen die Mehrausgaben der Universität um ca. 20 Mio. Euro. Das entspricht dem Finanzaufkommen der Theologischen Fakultät plus dem zweier weiterer kleiner Studiengänge in den Geisteswissenschaften. Welch Wunder also, dass der Präsident erst kürzlich die expertengesicherte Rechtfertigung der gescheiterten Pläne seines Amtvorgängers, Jürgen Mlynek, zur Abwicklung der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät (LGF) in einer Empfehlung des Wissenschaftsrats als "kluge Stellungnahme" zu würdigen wusste. Der erhoffte Geldregen aus der Exzellensinitative ist eben nur ein Kredit, dessen Bürgen bereits heute in die Insovenz geschickt werden.
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