Dienstag, Februar 27, 2007

Mit Studiengebühren eine Umverteilung von unten nach oben verhindern?

Studie zu den Umverteilungswirkungen staatlicher Hochschulfinanzierung

Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat eine Studie „Zu den Umverteilungswirkungen staatlicher Hochschulfinanzierung“ veröffentlicht:

„In Politik und Öffentlichkeit wird in jüngerer Zeit oft die These vertreten, die bisher in Deutschland übliche Finanzierung der Hochschulen aus Steuereinnahmen stelle als staatliche Subventionierung der Akademiker eine „Umverteilung von unten nach oben“ dar. Im Rahmen der Studiengebührendebatte wurde diese These in den letzten Jahren häufig als Argument für die Einführung von Studiengebühren verwendet.
Ziel der vorliegenden Darstellung ist es, dieses Argument kritisch zu beleuchten und zu überprüfen, inwieweit es aufgrund existierender bildungs-ökonomischer Studien als empirisch nachgewiesen betrachtet werden kann.
[...]
Im Ergebnis zeigt sich, dass auch in der Fachliteratur eine kontroverse Debatte vorherrscht. Unabhängig vom Berechnungsverfahren hängen die Ergebnisse fast immer sehr stark von den getroffenen Annahmen und den Details des methodischen Vorgehens ab. Die These einer regressiven Umverteilung der staatlichen Hochschulfinanzierung kann daher nicht als empirisch nachgewiesen betrachtet werden.“