Donnerstag, Februar 08, 2007

Parteien lösen unsere Probleme nicht

Wahlen waren.

Das an sich ist nicht sehr spannend. Wahlen gibt es dauernd an jeder Ecke. Sei es für Straßennamen oder für den Vereinsvorstand. Auch an der HU wiederholt sich dieses Spektakel jedes Jahr im Januar oder Februar. Dann finden an der HU Wahlen zum StudentInnenparlament statt, dieses Jahr zum 15. mal.
Das Ergebnis ist auch nicht sehr spannend: es ändert sich nichts. Höchstens die Wahlbeteiligung kann als Fieberkurve gelten: je mehr sich die Köpfe streiten, desto höher ist die Wahlbeteiligung. Das war bei den Wahlen zum StuPa in den Jahren 1998 und 2004 ähnlich. Im jeweiligen Wintersemester machten die Studierenden ihren Unmut über die aktuelle Politik Luft, was sich in der Wahlbeteiligung der kurz darauf stattfindenden StuPa-Wahlen niederschlug.

Ein äusserst konstanter Wert bei den Wahlen ist das Vertrauen in parteinahe Listen*: es ist nur gering vorhanden. Seit 1998 haben es die parteinahen Listen in ihrer Gesamtheit durchschnittlich auf 23,7 Sitze gebracht. Von 60 Sitzen wohlgemerkt. Das Maxima war 2001 mit 29 Sitzen, das Minima 1998 mit 18 Sitzen. Aber da gab es die Demokratische Linke auch noch nicht.
Zumindestens die Studis die den Gang zur Urne schaffen, glauben damit wohl nicht, daß die Parteien unsere Probleme lösen.

Wen diese Zahlenspielchen nur am Rande interessieren: hier das vorläufige Ergebnis der gerade beendeten Wahl.

*parteinahe Listen meint: RCDS, Jusos, LHG, Grünboldt, Die Linke.Campus, Demokratische Linke
Die "Demokratische Linke" deswegen, weil ein grosser Teil der Liste in "Die Linke.Campus" aufgegangen ist.