Unsicherheit am Institut für Afrika-Asien-Wissenschaften
Humboldt-Uni schiebt Indien an den Rand
Asien-Forschung wird ausgebaut, der Süden nicht
Am 17. Oktober 2007 stellte der Präsident der Humboldt-Universität im Professorium des IAAW ein Konzept vor, von dem alle anderen Beteiligten bisher nur ein Schaubild kennen. Dieses wirft aber mehr Fragen auf als es beantworten kann.
Einen solchen Beschluß gibt es aber gar nicht! Weder ist das Konzept im IAAW diskutiert worden, noch haben sich die zentralen Gremien der HU damit beschäftigt. Ähnlich wie das "Zukunftskonzept" ist auch dieses Konzept nur eine Überlegung, die nicht die Zustimmung des Akademischen Senates hat. Für eine solche Strukturentscheidung ist der AS aber das zuständige Gremium.
Sobald weitere Informationen zur Zukunft des IAAW vorliegen werden wir diese hier veröffentlichen.
Asien-Forschung wird ausgebaut, der Süden nicht
Am 17. Oktober 2007 stellte der Präsident der Humboldt-Universität im Professorium des IAAW ein Konzept vor, von dem alle anderen Beteiligten bisher nur ein Schaubild kennen. Dieses wirft aber mehr Fragen auf als es beantworten kann.
Ein entsprechender Beschluss sei kürzlich von einer HU-Strukturkommission gefällt worden.Bei der Vorstellung wurde offensichtlich der Eindruck erweckt, das das vorgestellte Konzept bereits beschlossene Sache wäre und das Institut forderte den Akademischen Senat auf, den Beschluß wieder zurückzunehmen.
Tagesspiegel vom 1. November 2007
Einen solchen Beschluß gibt es aber gar nicht! Weder ist das Konzept im IAAW diskutiert worden, noch haben sich die zentralen Gremien der HU damit beschäftigt. Ähnlich wie das "Zukunftskonzept" ist auch dieses Konzept nur eine Überlegung, die nicht die Zustimmung des Akademischen Senates hat. Für eine solche Strukturentscheidung ist der AS aber das zuständige Gremium.
Sobald weitere Informationen zur Zukunft des IAAW vorliegen werden wir diese hier veröffentlichen.
3 Comments:
Verehrter Herr Hartig,
vielleicht sollten Sie sich einmal ganz kurz informieren, bevor Sie Texte wie diesen schreiben und wieder einmal das Klischee verbreiten, der Präsident agiere undemokratisch und an allen Gremien vorbei. Das Konzept, über das Sie schreiben, ist von einer Arbeitsgruppe erarbeitet worden, der u.a. der zuständige Vizepräsident, der zuständige Dekan Macho und viele Menschen aus dem IAAW angehörten. Die Überlegungen dieser Arbeitsgruppe fand das Präsidium einsichtig und wollte sie beim genannten Termin mit weiteren Vertretern des Institutes diskutieren. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Ich habe bislang davon abgesehen, richtig zu stellen, was in diesem Blog gelegentlich für Unsinn behauptet wird. Nun reicht es aber, denn diesmal wiederholen Sie nicht nur die üblichen und leicht absurden Vorwürfe gegen den Präsidenten, sondern beleidigen auch noch die Kolleginnen und Kollegen des IAAW samt deren Direktor und Dekan, die in den letzten Monaten sehr viel Arbeit in ein Konzept für die Zukunft des Institutes gesteckt haben, das Sie mit der wegwerfenden Bemerkung „Dieses wirft aber mehr Fragen auf als es beantworten kann“ glauben abtun zu können. Vielleicht lesen Sie es erst einmal und sprechen dann mit denen, die es entworfen haben. Und informieren sich, bevor Sie wieder irgendwem undemokratisches Verhalten unterstellen, erst einmal über die wirklichen Sachverhalte. Denn, verehrter Herr Hartig, möglicherweise ist eine solche „Informationspolitik“, wie Sie sie mit Ihrem Text betreiben, auch kein Musterbeispiel für demokratisches Verhalten. Mit besten Grüßen, Ihr Christoph Markschies
Lieber Herr Markschies,
auch wenn es mich etwas erstaunt, dass Sie sich extra einen Account bei Google zulegen, um einen Kommentar in unser Blog schreiben zu können, möchte ich doch die Gelegenheit nutzen, ihnen zu antworten. Ein Blog ist aber üblichweise kein Diskussionsforum und die Diskussion um das IAAW ist mir auch zu wichtig, als das ich sie an einem Ort führen möchte, der nur von wenigen Universitätsmitgliedern wahrgenommen wird.
Doch zu ihren Ausführungen:
[quote]
Das Konzept, über das Sie schreiben, ist von einer Arbeitsgruppe erarbeitet worden, der u.a. der zuständige Vizepräsident, der zuständige Dekan Macho und viele Menschen aus dem IAAW angehörten. Die Überlegungen dieser Arbeitsgruppe fand das Präsidium einsichtig und wollte sie beim genannten Termin mit weiteren Vertretern des Institutes diskutieren. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.
[/quote]
Natürlich kann die Universitätsleitung entscheiden, was sie für richtig hält. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Kompetenz für strukturändernde Entscheidungen beim Akademischen Senat liegt (§61,Abs.1, Satz 2,3,6). Wenn innerhalb des IAAW allerdings der Eindruck entstanden ist, dass die vorliegenden Vorschläge beschlossene Sache sind, dann ist in der Kommunikation mit dem IAAW offensichtlich etwas sehr schief gelaufen.
Bei dem Treffen waren meines Wissens auch keine Studierenden anwesend, denn diese würden gerne über das Konzept, die Auswirkungen auf die Lehrsituation und die Zukunft des Masterstudiengangs diskutieren.
[quote]
Ich habe bislang davon abgesehen, richtig zu stellen, was in diesem Blog gelegentlich für Unsinn behauptet wird. Nun reicht es aber, denn diesmal wiederholen Sie nicht nur die üblichen und leicht absurden Vorwürfe gegen den Präsidenten, sondern beleidigen auch noch die Kolleginnen und Kollegen des IAAW samt deren Direktor und Dekan, die in den letzten Monaten sehr viel Arbeit in ein Konzept für die Zukunft des Institutes gesteckt haben, das Sie mit der wegwerfenden Bemerkung „Dieses wirft aber mehr Fragen auf als es beantworten kann“ glauben abtun zu können.
[/quote]
Bei genauer Lektüre meines Beitrages fällt auf, das sich der von ihnen zitierte Satz auf das Schaubild bezieht. Bis dato ist das nämlich die einzige Information, die sowohl mir als auch den Studierenden des Instituts vorliegt. Bei der Diskussion mit letzteren ist genau dieser Satz entstanden. Entsprechend würde es mich freuen, wenn die dem Schaubild zugrunde liegenden Informationen öffentlich gemacht werden.
Wen ich mit meinen Zweifeln an der Aussagekraft eines Schaubilds beleidigt haben soll, ist mir nicht ersichtlich.
viele Grüsse aus Adlershof
Peter Hartig
Verehrter Herr Markschies,
ich bin sehr erstaunt über die rüde Zurückweisung eines Textes, in dem aus meiner Sicht zutreffend über den Stand der Dinge am IAAW informiert wird. Mir ist nämlich nicht bekannt, dass es am IAAW eine Diskussion auf breiter Basis über ein neues Strukturkonzept gegeben hätte. Dieses Konzept ist bei vielen auch nur in Form eines Blattes mit einer Säulengrafik bekannt. Ihr Treffen mit den Professoren am 17.10. wurde von den meisten Teilnehmern, so ist zu befürchten, nicht als Diskussionsangebot, sondern als Verkündigung verstanden. Da ist offenbar manches schief gelaufen und ich kann Herrn Hartig nur unterstützen, wenn er darauf hinweist. Als Präsident können Sie zwar nicht in die Verfahrensweisen aller Institute Einblick haben, dennoch sind Sie laut Verfassung der HUB für die Wahrung der Rechtsordnung zuständig. Hinweise dieser Art wären demnach nicht abzuschmettern, sondern eher ein Grund, genauer hinzuschauen.
Melitta Waligora
Mitarbeiterin am Seminar für Geschichte und Gesellschaft Südasiens des IAAW
Kommentar veröffentlichen
<< Home