Mittwoch, September 09, 2009

HU trennt sich von Markschies in beiderseitigem Einvernehmen

Pressemitteilung von RefRat und Gremienvertreter_innen

Präsident Prof. Dr. Dr. hc Christoph Markschies kündigte in der heutigen Sitzung des Akademischen Senats an, dass er für eine weitere Amtszeit als Präsident der HU nicht zur Verfügung steht. Er wolle sich wieder stärker auf die Wissenschaft konzentrieren.

„Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, findet Silvia Gruß, Vertreterin der Studierenden im Akademischen Senat der HU. Unklar bleibt, wer Markschies erwähnte Befürworter_innen einer erneuten Kandidatur sind. Denn selbst viele seiner ehemaligen Unterstützer_innen sind hinter vorgehaltener Hand vom Präsidenten Markschies abgerückt. „Wir werden uns aktiv um geeignete Kandidat_innen bemühen, die hinter der Gremienuniversität stehen und sich gemeinsam mit allen Statusgruppen über die Zukunft der Universität auseinandersetzen wollen.“, so Gerrit Aust, Referent für Hochschulpolitik an der HU.

Einige Kritikpunkte an Markschies Amtsführung sind:
- intrasparente Verteilung von Geldern am Strukturplan vorbei
- Aushöhlung der Verfassung durch Einführung von Parallelstrukturen
- mangelndes Engagement bei den Hochschulvertragsverhandlungen, trotz gravierender Probleme


Weiterer Diskussionspunkt war die Auftaktfeier zur Eröffnung des 200 jährigen Jubiläums der HU. Nach Planung der Unileitung war ein Redebeitrag der Verfassten Studierendenschaft nicht vorgesehen. Begründung des Präsidenten war, dass generell keine Vertreter_innen der universitären Organe sprechen sollten. „Dies ist symbolhaft für die Politik der vergangenen Jahre, die Universität in eine Präsidialdiktatur umzubauen.“,sagt dazu Gerrit Aust. „Dass wir erst einen Antrag stellen müssen, um auf der Veranstaltung sprechen zu dürfen, obwohl dies eine Selbstverständlichkeit sein sollte, führt zu dem Schluss, dass kritische Stimmen bei der Feier nicht erwünscht sind.“, so Silvia Gruß weiter.