Studierende lehnen Verständnis-Bekundungen des HU-Präsidenten Markschies ab - Der Präsident wäscht seine Hände in Unschuld
In einem in verschiedenen Zeitungen zitierten Interview mit dem „rbb-Inforadio“ äußerte der HUPräsident Markschies „Verständnis“ für den Protest der Studierenden, die gerade an der HU, TU, FU und ASH Hörsäle besetzen, „sofern er sich gegen die verpatzte Bologna-Reform richtet“.
Studierende weisen diese Bekundungen nun entschieden zurück. „Markschies hat sich in keinster Weise dafür eingesetzt, dass Studienordnungen nach dem Bildungsstreik im Sommer überarbeitet werden“, so Silvia Gruß, studentisches Mitglied im Akademischen Senat. Diesbezügliche Stärken-Schwächen-Analysen der einzelnen Fachbereiche stünden seit Wochen unbearbeitet in seinem Büro, war auf Nachfrage in den universitären Gremien zu hören.
„Auch um die Umsetzung des Beschlusses des Akademischen Senats im Juni, die „Kernforderungen“ der Streikenden des Sommers dieses Jahres zu unterstützen, hat er sich nicht bemüht. In dieser Richtung hat sich bisher nichts verändert“, so Tobias Roßmann, Referent für Lehre und Studium im AstA der HU, dem
ReferentInnenRat. „Dabei wäre es auch kurzfristig möglich, zumindest einigen dieser Forderungen nachzukommen, wie zum Beispiel der Abschaffung der Anwesenheitskontrollen“, so Roßmann weiter.
Dass Markschies nun die Verantwortung von sich weist und an den Berliner Senat weiter gibt, führt zu Kopfschütteln unter den Studierenden: „Die Verantwortung für die verpatzte Bologna-Reform liegt zu einem großen Teil bei den einzelnen Universitäten und Hochschulen“, kommentiert Gruß.
Markschies' Verständnis hat faktisch also keine Relevanz. So gab er zum Zeitpunkt der
Vollversammlung der Studierenden an der HU, auf die die Besetzung des Audimax folgte, das Hausrecht an seine Angestellte Frau Dr. Westerburg ab, obwohl er sich im Haus aufhielt und dort beim gemütlichen Weintrinken beobachtet wurde, während die Polizei die Universität absperrte.
„Ein solches Eingreifen der Polizei und die direkte Androhung der polizeilichen Räumung von Studentischen Versammlungen hat es in der Humboldt-Universität noch nie gegeben, auch nicht zu DDR-Zeiten“, berichtet ein Promotionsstudent.
Als die Polizei Referent_innen den Zutritt zu ihren eigenen Büroräumen des ReferentInnenRats verweigerte, lief Markschies auf seinem Heimweg gerade dort vorbei und billigte dies, indem er auch auf Nachfrage nicht einschritt, berichten verschiedene ReferentInnen. Danach schaltete er sein Handy ab und war auch für seine Mitarbeiter_innen nicht mehr erreichbar.
Dass auch offen Kritik an der Person Markschies geäußert wird, war unter anderem daran zu sehen, dass Studierende einen „Thesenanschlag“ verübten, indem sie dem Professor für Evangelische Theologie 95 Forderungen an die Bürotür nagelten. Dort wird unter anderem gefordert, dass er in den Hochschulvertragsverhandlungen die Interessen der Universtität vertritt, dass er zu seinen Zusagen steht und dass er sich für die Belange der Studierenden interessiert. Außerdem wird er zum Rücktritt aufgefordert.
„An sich sind wir für Solidaritätsbekundungen immer dankbar“ – diese kamen unter anderem von den Gebäudereiniger_innen der HU, Beschäftigten des Studentenwerks Berlin und von der GEW – „aber nicht von denen, gegen die wir eigentlich protestieren.“, so eine Vertreterin der Besetzer_innen, „Und geheucheltes Verständnis bringt uns auch nicht weiter“.
Studierende weisen diese Bekundungen nun entschieden zurück. „Markschies hat sich in keinster Weise dafür eingesetzt, dass Studienordnungen nach dem Bildungsstreik im Sommer überarbeitet werden“, so Silvia Gruß, studentisches Mitglied im Akademischen Senat. Diesbezügliche Stärken-Schwächen-Analysen der einzelnen Fachbereiche stünden seit Wochen unbearbeitet in seinem Büro, war auf Nachfrage in den universitären Gremien zu hören.
„Auch um die Umsetzung des Beschlusses des Akademischen Senats im Juni, die „Kernforderungen“ der Streikenden des Sommers dieses Jahres zu unterstützen, hat er sich nicht bemüht. In dieser Richtung hat sich bisher nichts verändert“, so Tobias Roßmann, Referent für Lehre und Studium im AstA der HU, dem
ReferentInnenRat. „Dabei wäre es auch kurzfristig möglich, zumindest einigen dieser Forderungen nachzukommen, wie zum Beispiel der Abschaffung der Anwesenheitskontrollen“, so Roßmann weiter.
Dass Markschies nun die Verantwortung von sich weist und an den Berliner Senat weiter gibt, führt zu Kopfschütteln unter den Studierenden: „Die Verantwortung für die verpatzte Bologna-Reform liegt zu einem großen Teil bei den einzelnen Universitäten und Hochschulen“, kommentiert Gruß.
Markschies' Verständnis hat faktisch also keine Relevanz. So gab er zum Zeitpunkt der
Vollversammlung der Studierenden an der HU, auf die die Besetzung des Audimax folgte, das Hausrecht an seine Angestellte Frau Dr. Westerburg ab, obwohl er sich im Haus aufhielt und dort beim gemütlichen Weintrinken beobachtet wurde, während die Polizei die Universität absperrte.
„Ein solches Eingreifen der Polizei und die direkte Androhung der polizeilichen Räumung von Studentischen Versammlungen hat es in der Humboldt-Universität noch nie gegeben, auch nicht zu DDR-Zeiten“, berichtet ein Promotionsstudent.
Als die Polizei Referent_innen den Zutritt zu ihren eigenen Büroräumen des ReferentInnenRats verweigerte, lief Markschies auf seinem Heimweg gerade dort vorbei und billigte dies, indem er auch auf Nachfrage nicht einschritt, berichten verschiedene ReferentInnen. Danach schaltete er sein Handy ab und war auch für seine Mitarbeiter_innen nicht mehr erreichbar.
Dass auch offen Kritik an der Person Markschies geäußert wird, war unter anderem daran zu sehen, dass Studierende einen „Thesenanschlag“ verübten, indem sie dem Professor für Evangelische Theologie 95 Forderungen an die Bürotür nagelten. Dort wird unter anderem gefordert, dass er in den Hochschulvertragsverhandlungen die Interessen der Universtität vertritt, dass er zu seinen Zusagen steht und dass er sich für die Belange der Studierenden interessiert. Außerdem wird er zum Rücktritt aufgefordert.
„An sich sind wir für Solidaritätsbekundungen immer dankbar“ – diese kamen unter anderem von den Gebäudereiniger_innen der HU, Beschäftigten des Studentenwerks Berlin und von der GEW – „aber nicht von denen, gegen die wir eigentlich protestieren.“, so eine Vertreterin der Besetzer_innen, „Und geheucheltes Verständnis bringt uns auch nicht weiter“.
Labels: Audimax-Besetzung, PM
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