Sag beim Abschied leise Servus
Der Bericht aus dem AS kommt diese Woche leider etwas verspätet, da wir mit dem Tanz um den Abtritt des Präsidenten (siehe Pressemitteilung) ein wenig eingespannt waren.
Zur Abwechslung war die AS-Sitzung im Senatssaal am Dienstag weder langweilig noch frustrierend. Es gab einiges zu Lachen und positive Nachrichten für die Freunde der Demokratie...
Zunächst stellte sich in der aktuellen halben Stunde die Nachfolgerin von Frau Krisczio, die neue hauptberufliche Frauenbeauftragte der HU, Frau Fuhrich-Grubert, vor. Die Mathematikerin und Historikern sieht, wie wir auch, noch einigen Nachholbedarf in Fragen der Gleichstellung und will diese Aufgabe im Sinne aller Statusgruppen angehen. Nach der Sitzung kam sie nochmal auf uns zu und wir haben uns darauf verständigt, dass es zu Beginn des Semesters ein Treffen mit Vertreterinnen der Studierenden geben soll, um geimeinsame Themen zu besprechen. Wir freuen uns drauf und wünschen ihr einen guten Start an der HU.
Zum "Sommertheater" an der Charité erklärte Präsident Markschies, dass eine Loslösung des Universitätsklinikums Benjamin Frannklin (UKBF) nicht im Sinne der HU sei. Mensch strebe eine Gesamtlösung im Sinne einer "Gesundheitsstadt Berlin" an.
Was die HU bisher unternommen hat, um auch Finanzsenator Nußbaum davon zu überzeugen ist noch unlar, denn ein vernünftiges Konzept, wie er es verlangt, existiert noch nicht. Zu den Vorwürfen gegenüber unserem Wunderheiler Kiesewetter (siehe z.B. Artikel in der MoPo) wurde sich nicht geäußert.
Mehr dazu gibt es womöglich nach dem kommenden Medizin-AS.
Danach erhielt Prof.Dr. Röcke als Konzilsvorsitzender, das Wort und teilte mit, dass die Wahlen der/s Präsident_in und der Vizepräsident_innen zukünftig zusammen erfolgen sollen. Unter anderem soll so gewährleistet werden, dass wir so zu Beginn der Antragsrunde des nächsten Exzellenzwettbewerbs ein aufeinander abgestimmtes, arbeitsfähiges Präsidium haben und der Ausgang für uns weniger peinlich wird, als beim vergangenen Wettbewerb.
Wir erinnern an den "mutigen" Antrag der HU.
Dieser Aspekt ist uns natürlich ziemlich schnuppe.
Viel spannender war hingegen, dass Markschies direkt im Anschluss erklärte, für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Ja, richtig, die Markschies-Ära geht zu Ende. Wir gratulieren Christoph zu dieser weisen Entscheidung, sich wieder stärker auf die Wissenschaft konzentrieren zu wollen. Denn bei diesen Leisten ist unser Schuster deutlich besser aufgehoben, als auf dem Thron der HU!
Im Anschluss an diese erfreuliche Nachricht wurde es nochmal etwas unerfreulicher. Denn nach Rücksprache mit der Kölner Staatsanwaltschaft hat sich ergeben, dass auch die HU von der Doktortitel-Affäre betroffen ist. Dabei handelt es sich um zwei Personen, die allerdings nicht mehr an der HU tätig sind. Nähere Informationen dazu liegen bisher nicht vor.
Mit einem Match, ähnlich spektakulär wie man es sonst nur in Wimbeldon sieht, endete schließlich die aktuelle halbe Stunde. Wie aufmerksame Leser_innen dieses Blogs vielleicht bemerkt haben: Markschies is watching you! So kommtierte er unseren letzten Beitrag, er habe sich bei den Hochschulvertragsverhandlungen nicht ausreichend für die HU eingesetzt (der Meinung sind wir immer noch), unter anderem mit folgendem Statement: "Bei Bedarf liefere ich Ihnen auch noch gern die Liste mit den ganzen Terminen nach, die Herr Eveslage und ich wahrgenommen haben." (siehe unten) Da dies bis zur Sitzung nicht erfolgt war, haben wir mal dezent nachgefragt, ob dies denn noch geschehen werde. Und da holte Markschies zu einem nicht unbeachtlichen Aufschlag auf und frug sallop, warum wir denn immer so gegen Anwesenheitslisten wettern würden, wenn wir denn eine von unserem Präsidenten verlangen. Daraufhin fiel uns nichts mehr weiter ein, als darauf hinzuweisen, dass er ja im Gegensatz zu uns ein nicht unbeachtliches Salär für seine Tätigkeit als Präsident bekäme. Würden wir Studierende ähnlich viel Geld für unser Studium bekommen, würden zumindest die Schreiber_innen dieser Zeilen weit weniger Probleme mit Anwesenheitslisten haben. Naja, diesen Vergleich fand dann der große Abt dann etwas unangemessen, aber hey, wer hat denn mit den hinkenden Vergleichen angefangen? Wir auf jeden Fall nicht.
Erster Antrag war dann eine Vorlage von uns Studis.
Nach regem Mailverkehr mit dem Referat HU200 stellte sich nämlich heraus, dass für die Eröffnungsfeier des 200jährigen Jubiläums ein Redebeitrag der Verfassten Studierendenschaft nicht vorgesehen war. Stattdessen hat man eine Studentin aus Adlerhof angefragt. Ob die Idee dahinter war, dass breite Fächerseptrum der HU abzubilden, wie Markschies erklärte, oder ob es doch eher darum ging unliebsame Redebeiträge von vorherein abzuwenden, da schließlich auch unsere Kanzlerin für ein Grußwort angefragt ist, lassen wir mal dahin gestellt.
Unser Antrag wurde auf jeden Fall positiv beschieden und werden nun in Redner_innenliste mit aufgenommen. Schön ist es nicht, aber langsam gewöhnen wir uns daran, Selbstverständlichkeiten per Antrag einzufordern... Im Übrigen hoffen wir, dass die betroffene Studentin jetzt nicht wieder ausgeladen wird, schließlich sind wir immer sehr dafür, dass Studierende mehr Raum auf den (Jubel)veranstaltungen dieser Uni bekommen.
Nächster Punkt war die Änderung der Entgeltordnung der ZE Sprachenzentrum, also die Erhöhung der Beiträge für Kursteilnehmer_innen. Grund dafür ist die vorgesehene Anhebung der Entgelte für Kursleiter_innen, die an der HU wesentlich weniger verdienen als an anderen Hochschulen. Das unterstützen wir nachdrücklich. Allerdings ist es schade, dass hier die Interessen der abhängig Beschäftigten mal wieder gegen die der Studierenden ausgespielt werden. So haben wir uns schließlich der Stimme enthalten, um eine verbesserte Entlohnung nicht zu boykottieren, aber dennoch unseren Unmut über die Verteilung zum Ausdruck zu bringen. Denn: jegliche Art von Gebühren wirken selektiv und schließen Interessierte vom Angebot aus!
Ansonsten sei noch erwähnt, dass unsere neue Frauenbeauftragte noch einige Arbeit vor sich hat, bevor Gleichstellung als Selbstverständlichkeit angesehen wird. So wurde im nichtöffentlichen Teil erneut eine Berufungsliste verabschiedet, bei deren Entstehung das AGG mal wieder geflissentlich ignoriert wurde. Mehrere Personen, darunter auch eine Frau, wurden nicht zu einem Vortrag eingeladen. Wenn man die Kriterien im Nachhinein nämlich nocheinmal verschärft, kann man sich so eine Menge Arbeitsaufwand sparen und muss weniger Bewerber_innen begutachten. So gehts ja eigentlich nicht...
Nachtrag: unser Antrag
Zur Abwechslung war die AS-Sitzung im Senatssaal am Dienstag weder langweilig noch frustrierend. Es gab einiges zu Lachen und positive Nachrichten für die Freunde der Demokratie...
Zunächst stellte sich in der aktuellen halben Stunde die Nachfolgerin von Frau Krisczio, die neue hauptberufliche Frauenbeauftragte der HU, Frau Fuhrich-Grubert, vor. Die Mathematikerin und Historikern sieht, wie wir auch, noch einigen Nachholbedarf in Fragen der Gleichstellung und will diese Aufgabe im Sinne aller Statusgruppen angehen. Nach der Sitzung kam sie nochmal auf uns zu und wir haben uns darauf verständigt, dass es zu Beginn des Semesters ein Treffen mit Vertreterinnen der Studierenden geben soll, um geimeinsame Themen zu besprechen. Wir freuen uns drauf und wünschen ihr einen guten Start an der HU.
Zum "Sommertheater" an der Charité erklärte Präsident Markschies, dass eine Loslösung des Universitätsklinikums Benjamin Frannklin (UKBF) nicht im Sinne der HU sei. Mensch strebe eine Gesamtlösung im Sinne einer "Gesundheitsstadt Berlin" an.
Was die HU bisher unternommen hat, um auch Finanzsenator Nußbaum davon zu überzeugen ist noch unlar, denn ein vernünftiges Konzept, wie er es verlangt, existiert noch nicht. Zu den Vorwürfen gegenüber unserem Wunderheiler Kiesewetter (siehe z.B. Artikel in der MoPo) wurde sich nicht geäußert.
Mehr dazu gibt es womöglich nach dem kommenden Medizin-AS.
Danach erhielt Prof.Dr. Röcke als Konzilsvorsitzender, das Wort und teilte mit, dass die Wahlen der/s Präsident_in und der Vizepräsident_innen zukünftig zusammen erfolgen sollen. Unter anderem soll so gewährleistet werden, dass wir so zu Beginn der Antragsrunde des nächsten Exzellenzwettbewerbs ein aufeinander abgestimmtes, arbeitsfähiges Präsidium haben und der Ausgang für uns weniger peinlich wird, als beim vergangenen Wettbewerb.
Wir erinnern an den "mutigen" Antrag der HU.
Dieser Aspekt ist uns natürlich ziemlich schnuppe.
Viel spannender war hingegen, dass Markschies direkt im Anschluss erklärte, für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Ja, richtig, die Markschies-Ära geht zu Ende. Wir gratulieren Christoph zu dieser weisen Entscheidung, sich wieder stärker auf die Wissenschaft konzentrieren zu wollen. Denn bei diesen Leisten ist unser Schuster deutlich besser aufgehoben, als auf dem Thron der HU!
Im Anschluss an diese erfreuliche Nachricht wurde es nochmal etwas unerfreulicher. Denn nach Rücksprache mit der Kölner Staatsanwaltschaft hat sich ergeben, dass auch die HU von der Doktortitel-Affäre betroffen ist. Dabei handelt es sich um zwei Personen, die allerdings nicht mehr an der HU tätig sind. Nähere Informationen dazu liegen bisher nicht vor.
Mit einem Match, ähnlich spektakulär wie man es sonst nur in Wimbeldon sieht, endete schließlich die aktuelle halbe Stunde. Wie aufmerksame Leser_innen dieses Blogs vielleicht bemerkt haben: Markschies is watching you! So kommtierte er unseren letzten Beitrag, er habe sich bei den Hochschulvertragsverhandlungen nicht ausreichend für die HU eingesetzt (der Meinung sind wir immer noch), unter anderem mit folgendem Statement: "Bei Bedarf liefere ich Ihnen auch noch gern die Liste mit den ganzen Terminen nach, die Herr Eveslage und ich wahrgenommen haben." (siehe unten) Da dies bis zur Sitzung nicht erfolgt war, haben wir mal dezent nachgefragt, ob dies denn noch geschehen werde. Und da holte Markschies zu einem nicht unbeachtlichen Aufschlag auf und frug sallop, warum wir denn immer so gegen Anwesenheitslisten wettern würden, wenn wir denn eine von unserem Präsidenten verlangen. Daraufhin fiel uns nichts mehr weiter ein, als darauf hinzuweisen, dass er ja im Gegensatz zu uns ein nicht unbeachtliches Salär für seine Tätigkeit als Präsident bekäme. Würden wir Studierende ähnlich viel Geld für unser Studium bekommen, würden zumindest die Schreiber_innen dieser Zeilen weit weniger Probleme mit Anwesenheitslisten haben. Naja, diesen Vergleich fand dann der große Abt dann etwas unangemessen, aber hey, wer hat denn mit den hinkenden Vergleichen angefangen? Wir auf jeden Fall nicht.
Erster Antrag war dann eine Vorlage von uns Studis.
Nach regem Mailverkehr mit dem Referat HU200 stellte sich nämlich heraus, dass für die Eröffnungsfeier des 200jährigen Jubiläums ein Redebeitrag der Verfassten Studierendenschaft nicht vorgesehen war. Stattdessen hat man eine Studentin aus Adlerhof angefragt. Ob die Idee dahinter war, dass breite Fächerseptrum der HU abzubilden, wie Markschies erklärte, oder ob es doch eher darum ging unliebsame Redebeiträge von vorherein abzuwenden, da schließlich auch unsere Kanzlerin für ein Grußwort angefragt ist, lassen wir mal dahin gestellt.
Unser Antrag wurde auf jeden Fall positiv beschieden und werden nun in Redner_innenliste mit aufgenommen. Schön ist es nicht, aber langsam gewöhnen wir uns daran, Selbstverständlichkeiten per Antrag einzufordern... Im Übrigen hoffen wir, dass die betroffene Studentin jetzt nicht wieder ausgeladen wird, schließlich sind wir immer sehr dafür, dass Studierende mehr Raum auf den (Jubel)veranstaltungen dieser Uni bekommen.
Nächster Punkt war die Änderung der Entgeltordnung der ZE Sprachenzentrum, also die Erhöhung der Beiträge für Kursteilnehmer_innen. Grund dafür ist die vorgesehene Anhebung der Entgelte für Kursleiter_innen, die an der HU wesentlich weniger verdienen als an anderen Hochschulen. Das unterstützen wir nachdrücklich. Allerdings ist es schade, dass hier die Interessen der abhängig Beschäftigten mal wieder gegen die der Studierenden ausgespielt werden. So haben wir uns schließlich der Stimme enthalten, um eine verbesserte Entlohnung nicht zu boykottieren, aber dennoch unseren Unmut über die Verteilung zum Ausdruck zu bringen. Denn: jegliche Art von Gebühren wirken selektiv und schließen Interessierte vom Angebot aus!
Ansonsten sei noch erwähnt, dass unsere neue Frauenbeauftragte noch einige Arbeit vor sich hat, bevor Gleichstellung als Selbstverständlichkeit angesehen wird. So wurde im nichtöffentlichen Teil erneut eine Berufungsliste verabschiedet, bei deren Entstehung das AGG mal wieder geflissentlich ignoriert wurde. Mehrere Personen, darunter auch eine Frau, wurden nicht zu einem Vortrag eingeladen. Wenn man die Kriterien im Nachhinein nämlich nocheinmal verschärft, kann man sich so eine Menge Arbeitsaufwand sparen und muss weniger Bewerber_innen begutachten. So gehts ja eigentlich nicht...
Nachtrag: unser Antrag
Labels: Abt, Akademischer Senat, AS
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