Montag, Februar 18, 2008

Akademischer Senat am 26. Februar 2008

Ort: Kleiner Senatssaal (Raum 2103), Unter den Linden 6
Beginn: 9:00 Uhr

Tagesordnung:
  1. Protokollbestätigung (29.01.2008)
  2. "Aktuelle Halbe Stunde"/Anfragen
  3. Festlegung der Vorlesungszeiten, Einschreib- und Rückmeldefristen für das akademische Jahr 2009/2010 (Vorlagen-Nr.: AS 025/2008)
  4. Antrag an die Deutsche Forschungsgemeinschaft auf Einrichtung eines Graduiertenkollegs (Vorlagen-Nr.: AS 024/2008)
  5. Einrichtung einer Juniorprofessor für „Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Kunstgewerbe und Design“ am Institut für Kultur- und Kunstwissenschaften (Vorlagen-Nr.: AS 030/2008)
  6. Zuweisung, Freigabe und Zweckbestimmung einer W3-S-Professur für "Chemische Biologie" am Institut für Chemie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät I (Gemeinsame Berufung mit dem Leibniz-Institut f. Molekulare Pharmakologie) (Vorlagen-Nr.: AS 031/2008)
  7. Zuweisung, Freigabe und Zweckbestimmung einer W3-Professur für "Organische Synthese funktionaler Systeme" am Institut für Chemie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät I (Vorlagen-Nr.: AS 032/2008)
  8. Antrag auf Freigabe der W3-Professur Sportwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung erziehungs- und kulturwissenschaftlicher Forschung (Vorlagen-Nr.: AS 023/2008)
  9. Berufungsliste W3-Professur Bewegungs- und Trainingswissenschaft (Vorlagen-Nr.: AS 028/2008)
  10. Berufungsvorschlag zur Besetzung der W 3-Professur für Angewandte Analysis (Vorlagen-Nr.: AS 020/2008)
  11. Bestellung von Senatsberichterstatterinnen/Senatsberichterstattern gemäß Berufungsleitfaden (Vorlagen-Nr.: AS 027/2008)
  12. Verschiedenes
Nichtöffentlicher Teil: (TOP 9 - 11)

Montag, Februar 11, 2008

Studierende kritisieren Wahlverfahren an der Humboldt-Universität

Die Mehrheit der Studierenden im Konzil der HU wird am 12. Februar 2008 die Abgabe der Stimmen verweigern. Bereits mit dem Ausschreibungstext wurden weitere BewerberInnen von der Kandidatur abgehalten. Eine Wahl durch das Konzil, wie es die Verfassung der HU vorsieht, verkommt dadurch zur Farce. Es findet lediglich eine Bestätigung der vom Präsidenten vorher ausgewählten Kandidaten für ein (rein männliches) Präsidium statt.

Der ursprünglich vom Kuratorium beschlossene Ausschreibungstext entsprach nicht den Vorgaben der Verfassung der Humboldt-Universität. Nur durch die Intervention der Studierenden wurde dieser vor der Veröffentlichung korrigiert. Ein weiterer kritikwürdiger Satz blieb jedoch bestehen. Dieser signalisierte möglichen externen BewerberInnen, dass die Wunschkandidaten bereits feststehen.

Ein weiterer Verfahrensfehler fand bei der Veröffentlichung der Ausschreibung statt. Diese erfolgte zuerst nicht, wie bei Positionen in Hochschulleitungen üblich, in der "Zeit". Stattdessen veröffentlichte das Kuratorium lediglich in der "FAZ". Als nach vier Wochen keine Bewerbungen vorlagen, wurde auf Drängen von Universitätsmitgliedern die Ausschreibungsfrist verlängert. Auch intensive Bemühungen der Findungskommission weitere Personen zu einer Bewerbung zu bewegen schlugen weitestgehend fehl. Die Kanditatenlisten für das Konzil am 12. Februar bestehen lediglich aus den zwei Hauskandidaten.

"Die Wünsche des Präsidenten nur noch nachzuvollziehen ist kein verantwortungsvolles Verhalten der Konzilsmitglieder. Der Amtsführung des Präsidenten, die Gremien nur zum Beschliessen bereits getroffener Entscheidungen zu benutzen, werden die Studierenden energisch entgegentreten. Die Humboldt-Universität hat es mit diesem Verfahren versäumt, eine Perspektive für die wichtigen kommenden Jahre zu schaffen.", sagte Peter Hartig, Mitglied im Akademischen Senat und im Konzil der Humboldt-Universität. "Für die Repräsentanz von Frauen in der Wissenschaft und in Hochschulleitungen ist dies ein verheerendes Signal", ergänzte Debora Gärtner, studentisches Mitglied im Konzil.