Little farm on the prairie
Der Abt stellt sich wichtige Fragen zu einem eventuell früher mal vorhandenen Bauernhof einer Berufungskandidatin und ist auch sonst wieder sehr gelöst. Wir nicht so richtig.
Weil es die letzten Male so schön war, gab es auch diese Woche wieder einen Akademischen Senat. Da es der letzte vor dem Ferienausschuss war, mussten ganz schnell viele Dinge durchgestimmt werden, dementsprechend sah die Tagesordnung aus.
Erstmal ging es um die einige Spätfolgen der letzten Runde der glorreich gescheiterten Exzellenzinitiative, das IRIS Adlershof/Center for Integrative Life Sciences, die nach einer Powerpoint-Präsentation, für die der Schreiber dieser Zeilen Punktabzug bekäme, durchgestimmt wurde, wenn auch ohne unsere Stimmen.
Beim dann folgenden Center for Computational Sciences wurden zwar nach Aussage der zentralen Frauenbeauftragten Frauenförderprogramme falsch aufgeführt, aber hey, that's peanuts, right? Wen kümmert an dieser Uni schon Frauenförderung?
pecunia non olet
Bei der Archäologie gab es bei einer Stiftungsprofessur zum einen Probleme mit der Strukturplanung, zum anderen hatten ausnahmsweise mal nicht nur wir ein Problem mit dem edlen Stifter der Professur, der Krupp-Stiftung, schließlich war die Firma Krupp jedesmal mit dabei, wenn Schland mal wieder die Fackel der germanischen Zivilisation in alle Welt tragen wollte. Ist ja auch eine Professur für die Archäologie Ostmitteleuropas, da war Krupp ja schon wiederholt und hat bestimmt viel Wissen einzubringen.
Geld stinkt ja nicht. Vespasian wäre stolz auf unseren Augustulus gewesen.
Aber der Abt hat ja die Lizenz zum Vergeben und dann ist das alles kein Problem.
Dafür ließ sich der Präsident zu der Aussage hinreißen, dass die Altertumsforschung ein Schwerpunkt dieser Uni sei. Das dürfte gerade die abgewickelte Ur- und Frühgeschichte sicher sehr freuen.
Zur Finanzierung nach Auslaufen der Eingangsförderung durch die Stiftung müssen wir mal wieder auf einen altbekannten Freund der HU zurückgreifen - den Topf voll Gold am Ende des Regenbogens.
Wie wir an dieser Stelle vor einiger Zeit berichteten, musste die Humboldt Graduate School evaluiert werden. Das ist jetzt passiert und - Überraschung - im sonst so freundlichen Bericht gab es ein Minderheitenvotum. Das ging aber allen sonstwo vorbei und damit hatte sich auch der TOP. Ach ja, es fehlt natürlich Geld.
Ein Änderungsantrag von studentischer Seite zur Überarbeitung der Verfassungsstruktur der HGS, der eine paritätisch besetzte Kommission forderte, wurde als unnötig erachtet.
Nach ein Paar Studienordnungen, die wir zum großen Teil auch nicht so toll fanden, kam erstmal der nicht-öffentliche Teil.
Es gab einige Berufungen, unter anderem in der LGF, bei der der Abt wohl sehr davon beeindruckt war, dass die Bewerberin mal einen Bauernhof gehabt haben könnte. Wir merken, der Chrissie ist ein aufmerksamer Präsi, der sich auch für die kleinen Dinge des Lebens begeistern kann.
Und es gab eine Verleihung einer Ehrendoktorwürde. Da fanden einige Leute, allen voran Prof. Sauer (der Mann von uns' Angela, Ihr wisst schon), dass sie allein aus politischen Gründen verliehen werde... komisch, dass ihnen das bei Wolli Biermann, der noch viel weniger akademische Arbeit vorzuweisen hatte als der diesmalige Kandidat, nicht sauer aufgestoßen ist.
Dann kam der Bericht der Frauenbeauftragten und ein Antrag zur Frauenförderung. Dazu kommt demnächst noch ein ausführlicherer Bericht an dieser Stelle. Erstmal nur soviel, dass sich das Interesse vieler Profs sehr in Grenzen hielt.
Während Prof. Coy wenigstens noch versuchte, den Bericht last Minute querzulesen, hatte Sauer nichts besseres zu tun, als demonstrativ Zeitung zu lesen.
Großartig, wie ernst die Uni das Thema Gleichstellung nimmt.
Weil es die letzten Male so schön war, gab es auch diese Woche wieder einen Akademischen Senat. Da es der letzte vor dem Ferienausschuss war, mussten ganz schnell viele Dinge durchgestimmt werden, dementsprechend sah die Tagesordnung aus.
Erstmal ging es um die einige Spätfolgen der letzten Runde der glorreich gescheiterten Exzellenzinitiative, das IRIS Adlershof/Center for Integrative Life Sciences, die nach einer Powerpoint-Präsentation, für die der Schreiber dieser Zeilen Punktabzug bekäme, durchgestimmt wurde, wenn auch ohne unsere Stimmen.
Beim dann folgenden Center for Computational Sciences wurden zwar nach Aussage der zentralen Frauenbeauftragten Frauenförderprogramme falsch aufgeführt, aber hey, that's peanuts, right? Wen kümmert an dieser Uni schon Frauenförderung?
Bei der Archäologie gab es bei einer Stiftungsprofessur zum einen Probleme mit der Strukturplanung, zum anderen hatten ausnahmsweise mal nicht nur wir ein Problem mit dem edlen Stifter der Professur, der Krupp-Stiftung, schließlich war die Firma Krupp jedesmal mit dabei, wenn Schland mal wieder die Fackel der germanischen Zivilisation in alle Welt tragen wollte. Ist ja auch eine Professur für die Archäologie Ostmitteleuropas, da war Krupp ja schon wiederholt und hat bestimmt viel Wissen einzubringen.
Geld stinkt ja nicht. Vespasian wäre stolz auf unseren Augustulus gewesen.
Aber der Abt hat ja die Lizenz zum Vergeben und dann ist das alles kein Problem.
Dafür ließ sich der Präsident zu der Aussage hinreißen, dass die Altertumsforschung ein Schwerpunkt dieser Uni sei. Das dürfte gerade die abgewickelte Ur- und Frühgeschichte sicher sehr freuen.
Zur Finanzierung nach Auslaufen der Eingangsförderung durch die Stiftung müssen wir mal wieder auf einen altbekannten Freund der HU zurückgreifen - den Topf voll Gold am Ende des Regenbogens.
Wie wir an dieser Stelle vor einiger Zeit berichteten, musste die Humboldt Graduate School evaluiert werden. Das ist jetzt passiert und - Überraschung - im sonst so freundlichen Bericht gab es ein Minderheitenvotum. Das ging aber allen sonstwo vorbei und damit hatte sich auch der TOP. Ach ja, es fehlt natürlich Geld.
Ein Änderungsantrag von studentischer Seite zur Überarbeitung der Verfassungsstruktur der HGS, der eine paritätisch besetzte Kommission forderte, wurde als unnötig erachtet.
Nach ein Paar Studienordnungen, die wir zum großen Teil auch nicht so toll fanden, kam erstmal der nicht-öffentliche Teil.
Es gab einige Berufungen, unter anderem in der LGF, bei der der Abt wohl sehr davon beeindruckt war, dass die Bewerberin mal einen Bauernhof gehabt haben könnte. Wir merken, der Chrissie ist ein aufmerksamer Präsi, der sich auch für die kleinen Dinge des Lebens begeistern kann.
Und es gab eine Verleihung einer Ehrendoktorwürde. Da fanden einige Leute, allen voran Prof. Sauer (der Mann von uns' Angela, Ihr wisst schon), dass sie allein aus politischen Gründen verliehen werde... komisch, dass ihnen das bei Wolli Biermann, der noch viel weniger akademische Arbeit vorzuweisen hatte als der diesmalige Kandidat, nicht sauer aufgestoßen ist.
Dann kam der Bericht der Frauenbeauftragten und ein Antrag zur Frauenförderung. Dazu kommt demnächst noch ein ausführlicherer Bericht an dieser Stelle. Erstmal nur soviel, dass sich das Interesse vieler Profs sehr in Grenzen hielt.
Während Prof. Coy wenigstens noch versuchte, den Bericht last Minute querzulesen, hatte Sauer nichts besseres zu tun, als demonstrativ Zeitung zu lesen.
Großartig, wie ernst die Uni das Thema Gleichstellung nimmt.
Labels: Akademischer Senat, AS