Donnerstag, Dezember 19, 2013

Verhinderte Fakultätsreform

200 Studierende blockieren die Beschlussfassung im Kuratorium der HU

Die für heute um 10h angesetzte Sitzung des Kuratoriums der HU, auf der neben dem Doppelhaushalt 2014/15 auch die aus dem dramatischen AS am 05.12. hervorgegangene Vorlage zur Fakultätsreform beschlossen werden sollte, wurde durch die Anwesenheit von ca. 200 Studierenden deutlich beeinflusst - die studentische Vertreterin sowie der Vertreter der
Gewerkschaften konnten nicht an der Sitzung teilnehmen. Die anderen Mitglieder des Kuratoriums schoben sich durch die Menge.

Das Kuratorium hat nun in Abwesenheit seiner genannten Mitglieder der Studierenden und der Gewerkschaften die Vorlage zur Fakultätsreform nicht beschlossen, sondern lediglich zu Punkt 3.2 aus der Vorlage (Fakultätsstruktur) seine Zustimmung geäußert (vorläufige Information). Die Sitzung ist nun vorbei, die immer noch anwesenden Studierenden sitzen weiterhin im Gang vor dem Büro des Präsidenten. Es gibt vereinzelte Gespräche unter anderem mit dem Präsidenten, dieser hat wohl klargemacht, dass er auch gegen diesen Protest und die Meinung aller Studierenden an seiner Reform festhalten würde. Eine Urabstimmung an der gesamten HU halte er für falsch im Sinne seines Anliegens und habe auch kein Interesse, sich mit grundsätzlich ablehnenden Meinungen auseinanderzusetzen. Die klare Botschaft ist angekommen: ohne die Studierenden wird an dieser Universität keine umfassende Reform durchgesetzt, und erst recht nicht mit solch starkem Gegenwind aus den Gremien.

Weitere Informationen und die Stellungnahme der Studierenden im Akademischen Senat gibt es beim Referat für Hochschulpolitik.

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Donnerstag, Juli 15, 2010

Rücktritt von Rolf Emmermann als Vorsitzender des Kuratoriums und der Findungskommission der HU gefordert

Presseerklärung vom 1.6.2010:

Rücktritt des Kuratoriumsvorsitzenden als gleichzeitiger Chef der Findungskommission der HU gefordert:
Wahlverfahren für Vizepräsiden Haushalt/Personal/Technik demokratieunwürdig!

Wie heute bekannt wurde, haben sich die Findungskommission und das Kuratorium der Humboldt-Universität zu Berlin im Findungsverfahren für den Posten der Vizepräsidentin bzw. des Vizepräsidenten für Haushalt, Personal und Technik auf Frau Dr. Ulrike Gutheil geeinigt.
Sie wurde dem Konzil als einzige Kandidatin zur Wahl vorgeschlagen.

Silvia Gruß, Statusgruppensprecherin der Studierenden in der akademischen Selbstverwaltung und Mitglied der Liste Unabhängiger Studierender (LuSt), ist mächtig sauer über das Findungsverfahren:
"Es hat nur zwei Sitzungen gegeben: die konstituierende und die Entscheidungssitzung. Ich kann nicht glauben, dass es keine qualifizierten Bewerbungen gegeben hat, so dass auf die Anhörung anderer Interessentinnen gänzlich verzichtet wurde. Ich frage mich, ob es ein historisches Erbe des Einparteienstaates ist, dass an der Humboldt-Uni bei Personalentscheidungen von den Gremien nur Zustimmung zu Einzelkandidaten abverlangt werden und kein Auswahl unter mehreren Bewerberinnen ermöglicht wird."

Auch die vorgeschlagene Kandidatin ist aus Sicht der studentischen Mitglieder in den Gremien nicht wählbar. Als derzeitige Kanzlerin der Technischen Hochschule Berlin war sie u.a. wegen des Verdachts der Untreue in die Schlagzeilen geraten.
Auch wenn das Verfahren niedergeschlagen wurde, beschreiben TU-Vertreter_innen ihre bisherige Tätigkeit als: "Feige, wenn es drauf ankommt, ansonsten weiß sie für sich zu sorgen."

Tobias Rossmann von der Liste Offene Linke an der HU problematisiert vor allem ihre Rolle bei der Einführung eines neuen Raumbewirtschaftungssystems nach dem so genannten Mieter-Vermieter-Modell: "Als Kanzlerin der TU hat sie sich für die sofortige Einführung des umstrittenen und noch nicht fertig entwickelten Kostenrechnungsmodells eingesetzt und damit bewusst gegen den Kurs der HU.
Damit hat sie sich beim Personal der HU unmöglich gemacht."

Ergebnis und Verfahren erregen derzeit erheblichen Unmut an der HU. Besonders die Rolle des Kuratoriumsvorsitzenden Rolf Emmermann, der als gleichzeitiger Vorsitzender der Findungskommission und Personalchef der Hochschulleitung für dessen ordnungsgemäßen Ablauf verantwortlich ist, wird kritisiert. "Wenn er den Anforderungen des Amtes nicht gewachsen und ihm die erklärte Bitte der Universität nach einer echten Auswahl egal ist, soll er sein Talent bei der Organisation von Mehrheiten doch woanders ausleben.", erklärt der
Referent für Hochschulpolitik im RefRat der HU, Gerrit Aust.

Kontakt: http://hu-berlin.blogspot.com ;
http://www.offene-linke.de ;
http://www2.hu-berlin.de/offene-linke/gremien/index.html
http://lusthu.wordpress.com ;

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Nachfolgend ausgewählte Links zu aktueller Presse und Infos zur Kandidatin:
http://www.tu-berlin.de/menue/einrichtungen/praesidium/kanzlerin
http://www.tagesspiegel.de/wissen/praesident-der-tu-berlin-unter-druck/1182268.html
http://www.tagesspiegel.de/wissen/humboldt-stellt-sich-hinter-olbertz/1849808.html
http://www.tagesspiegel.de/wissen/tu-kanzlerin-soll-ins-praesidium/1849308.html

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